Er besaß keine andere Vorstellung von sich, als dass er Geist sei. Er war entkörperlichter, fesselloser, freier Geist. Und nicht nur das, sondern er hatte mit seinem wunderbaren Seherblick entdeckt, dass jeder Mann, jede Frau – ob Jude oder Nichtjude, ob reich oder arm, ob Heiliger oder Sünder – eine Verkörperung desselben unsterblichen Geistes war wie er selbst. Weiterlesen
Autor: Roland Klein (Seite 7 von 22)
„Das Christentum ist die Religion des zum personalen Selbst-Sein gelangten Menschen.“
(Eugen Biser, Theologie der Zukunft, 2010, 27)
Die Auferstehung Christi mit dem „leeren Grab“ physisch und naturalistisch beweisen zu wollen bedeutet, die Bildworte heiliger Texte ins Vordergründige zu verlagern und damit zu banalisieren. Weiterlesen
Urlicht,
aus der 2. Symphonie von Gustav Mahler, „Auferstehung“
O Röschen rot,
Der Mensch liegt in grösster Not,
Der Mensch liegt in grösster Pein,
Je lieber möcht ich im Himmel sein.
Da kam ich auf einen breiten Weg,
Da kam ein Engellein und wollt mich abweisen,
Ach nein ich liess mich nicht abweisen.
Ich bin von Gott und will wieder zu Gott,
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
Wird leuchten mir bis an das ewig selig Leben.
Die Osternacht ist im religiösen Sinn der Übergang und die Rückkehr von der Selbstentäußerung (Kenosis) in die unvermischte Göttlichkeit (Theosis) Christi. Weiterlesen
„Karfreitag“ ist auf dem alltäglichen Weg von Menschen die Umschreibung der Kulmination von Lebensumbrüchen. Weiterlesen
Von Gott erfüllt sein
heißt
leer von jeglicher Lehre zu sein
auch von Religion
und sich dem öffnen
was unmittelbar kommen mag
in mir
Von Gott erfüllt sein
heißt
im eigenen Land zu wohnen
R.K. 1996
Über die Unmöglichkeit von der Stille zu reden
„Wie still ist es hier! Keine anderen Geräusche
als Murmeln des Baches und Summen der Bienen
und Singen der Vögel!“
„Und eine Stimme, die redet von Stille,
vom Murmeln des Baches, vom Summen der Bienen,
vom Singen der Vögel. Und übertönt sie.“
Robert Gernhardt
„Jedem tiefen Naturforscher muß eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, daß die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. … Meine Religion besteht in einer demütigen Beziehung zu einer unbegrenzten geistigen Macht, die sich selbst in den kleinsten Dingen zeigt.“
Albert Einstein
„Herr, wie sind doch deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“
Psalm 104,24
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