Dieses Licht führt uns an der Hand, stärkt und belehrt uns, es zeigt sich uns und entschwindet, wenn wir es brauchen. Es ist nicht da, wenn wir es wollen – das ist den Vollkommenen vorbehalten –, sondern erst dann, wenn wir in Not und völlig erschöpft sind, kommt es uns zu Hilfe. Es kommt von fern, und ich darf es in meinem Herzen spüren. Ich schreie danach fast bis zum Ersticken – so gerne will ich seiner habhaft werden –, aber alles ist Nacht, und meine armen Hände sind leer. Ich vergesse alles, setze mich hin und weine verzweifelt, da ich nicht hoffen kann, es jemals wieder zu sehen. Dann aber, nach vielen Tränen, wenn ich eingewilligt habe, darauf zu verzichten – dann kommt es auf geheimnisvolle Weise, ergreift meinen Geist, und ich breche in Tränen aus, ohne zu wissen, wer es ist, der meinen Geist mit einem so sanften Licht erleuchtet. Doch sobald ich es erkannt habe, fliegt es schnell davon und lässt in mir das Feuer seines göttlichen Verlangens zurück. Nach und nach entzündet sich dieses und wird, angefacht durch die Erwartung, zu einer großen Flamme, die bis zum Himmel reicht – jedoch durch Nachlässigkeit, Verstrickung in Alltagsgeschäfte und die Sorgen des Lebens erlischt.
Simeon der Neue Theologe (um 949-1022)
Griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirche
Kategorie: Innere Bilder (Seite 1 von 3)
Einer Frau, die überrascht war, als sie seine Hingabe an Christus sah, den Führer einer anderen Religion als seiner eigenen, antwortete er: „Madame, hätte ich in den Tagen von Jesus von Nazareth in Palästina gelebt, hätte ich ihm die Füße gewaschen, nicht mit Tränen, sondern mit dem Blut meines Herzens.“
Ravi Ravindra zitiert Swami Vivekananda (1863-1902)
Es gibt zwei innere Bilder, die in der schwierigsten Phase meines Lebens in mir aufgetaucht sind und die wegweisend waren.
WeiterlesenFassungslos
Wie könnt‘ ich dich fassen, Großer Geist?
Meinem Zugriff wäre fern dein Hauch.
Und doch bist du da und weist
mir die Spur des Sehnens
nach deiner Kraft und auch
nach deiner Lebendigkeit.
Im Feuer meiner Liebe,
noch in der letzten Glut,
bist du das Entfachen.
Und mein verletzter Mut,
zum Leben bereit,
wird erwachen.
Du hast mich schon ewig erfasst.
R.K. 2023
Er gibt sich ganz,
und mit ihm stirbt der große Tanz
um das kleine Ich.
Und sein erdentgrenztes Leben
will er lieblich weiter geben
mit sei’m Tod in dich und mich. Weiterlesen
Dort
wo
ICH
zerbreche
wächst SIE
aus dem Wasser
in Fleisch und Blut
die Nachtblume des Lichts
R.K. 1997
Es gibt Träume
mit denen wir uns davonstehlen aus dem Leben
wenn wir glauben
daß es anders sein müßte als es jetzt ist
Es gibt Träume
mit denen wir ins Leben treten
wenn wir glauben und sehen
daß es anders sein wird als es jetzt ist
RK 1997
Von Gott erfüllt sein
heißt
leer von jeglicher Lehre zu sein
auch von Religion
und sich dem öffnen
was unmittelbar kommen mag
in mir
Von Gott erfüllt sein
heißt
im eigenen Land zu wohnen
R.K. 1996
„Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen. Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg.“ (Jes 35, 7-8)
Noch sind wir nicht an den sprudelnden Quellen, noch spüren wir nicht die göttliche Kraft. Noch werden wir belagert von Kräften, die uns zum Verharren verleiten oder vom Weg abbringen wollen, vom heiligen Weg. Weiterlesen
„Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben“. (Jes 40,3-4)
Der „Herr“, der innere Meister ist schon da. Er war immer schon da. Der Grund, warum er sich noch nicht in seiner Wirkkraft zeigt liegt an uns. Weiterlesen
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