Mai 19, 2020

Frucht des Herzensgebetes

We shall walk through the valley of the shadow of death.
We shall walk through the valley in peace.
And if Jesus himself shall be our leader,
We shall walk through the valley in peace.
There will be no sorrowing there.

And if Jesus himselve shall be our leader,
We shall walk through the valley in peace.

aus der CD
Chanticleer
Where the sun will never go down

Wir werden durch das Tal der Todesschatten gehen.
Wir werden in Frieden durch dieses Tal gehen.
Und wenn Jesus selbst uns führen wird,
Werden wir in Frieden durch das Tal gehen.
Nichts wird uns dort mehr bedrücken.
Und wenn Jesus selbst uns führen wird,
Werden wir in Frieden durch das Tal gehen.

11 Comments

  • Schade, dass der schöne und allgemein ansprechende Text von
    Psalm 23 hier mit Jesus in Verbindung gebracht wird. Gott als Führer dürfte genügen, denke ich. Den hat Jesus ja auch gebraucht.

    Text: “ There will be no sorrowing there.“
    Orthographie: through
    Herzliche Grüße. E.W.D.

    • Theoretisch vielleicht: „schade“. Aus eigener Erfahrung und aus der anderer Menschen allerdings weiß ich, dass erst mit diesem Jesus Heil und Frieden ins Leben kommen. Nicht, weil ich das will, sondern, weil es so ist.

  • Ja, du weißt, dass es bei dir so war und so ist, und auch bei vielen anderen.
    Dennoch würde ich das nicht verallgemeinern.
    Der Psalm stammt aus einer Zeit lange vor Jesus, und es ist für mich undenkbar, dass Gott den Menschen vor der Zeit Jesu nicht oder weniger geholfen hat. Auch Jesus bittet Gott um Hilfe und bekennt am Kreuz, dass er sie nicht bekommen hat.

    • „Gott als Führer dürfte genügen, denke ich“ ist deine Verallgemeinerung, Egon. Sie beruht auf deinen Gedanken, meine auf Erfahrungen.
      Ich versuche es mal in Kommentarkürze so auszudrücken: Es gibt unter den verschiedenen Formen von Gottesvorstellungen und-beziehungen eine, bei der ein unschuldig leidender Gottesknecht andere leidende Menschen vom Kreuz an sein Herz zieht. Und für diese Menschen wird damit das eigene Leid, ihre Ohnmacht, ihr Scheitern, ihr Leben und Sterben bewahrheitet. Und im Lichte dieser Wahrheit geschieht Auferstehung.

  • Dass Gott als Führer und Retter genügen kann und genügt, ist nicht nur meine Verallgemeinerung und mein Gedanke sondern auch meine Erfahrung und die vieler Menschen vor Jesus und auch nach Jesus.
    Dass man mit Jesus und durch ihn hilfreiche, rettende Erfahrungen machen kann, ist unbestritten. Ich wende mich aber gegen die Suggerierung einer Sonderstellung von Jesus, die ich mit Lessings Ringparabel über die Gleichwertigkeit der Wege bzw. Vermittler zu Gott nicht akzeptieren kann. Andernfalls sehe ich die Gefahr einer Diskriminierung. Außerdem scheint es mir ein gewisser Widerspruch
    zum mystischen Interesse und Weg, einen Vermittler anzubieten, wo doch die Mystik gerade darauf verzichten will und daher vom Vermittlungsmonopol der Kirche nicht gern gesehen wurde.

    • In zahlreichen meiner Blogbeiträge (u.a. zur Bhagavat Gita, „Abergeister“, „Die siebte Spur“) kannst Du nachlesen, dass es nach meiner Ansicht viele Wege zur Quelle gibt, auch nichtreligiöse. Das muss ich nicht dauernd wiederholen. Aber es gibt einen Weg, der nur über bzw. mit Jesus zu gehen ist, und von dem kann ich aus eigener Erfahrung authentisch berichten. Damit bestreite ich doch nicht, dass es den Thoraweg, den Zenweg und den Yogaweg u.a. gibt, die für viele andere Menschen als der „richtige“ erfahren wird. Für mich ist das nicht diskriminierend, wenn für andere Menschen Mohammed, Moses, Buddha, Krishna oder Sokrates der Zugangsweg zur Quelle ist. Den Vermittlungsweg über Jesus als nichtmystisch ausschließen zu wollen widerspricht der mystischen Ergebnisoffenheit.

    • Ja, in der Mystik ist die Linearität der Zeit aufgehoben, aber nicht im Weg des Menschen von der Sehnsucht über die Verzweiflung zur Erlösung. Mein Blog ist vielleicht ein Versuch, das Überzeitliche in das Lebenszeitliche zu integrieren.

  • Ja, mein Begriff von Mystik ist tatsächlich speziell und umfasst nicht alle möglichen Bedeutungen und Ausprägungen von Mystik, die man vielleicht zusammenfassen könnte als persönliche, geheimnisvolle, nicht mitteilbare Vereinigungen mit einem geliebten und verehrten Wesen.
    Ich bevorzuge einen Begriff von Mystik, in welchem Kant und Meister Eckhard einander nahekommen, nämlich die unmittelbare Zugänglichkeit des Göttlichen als Licht der Vernunft und als moralisches Gesetz. Historische Figuren bedeuten mir weniger, da die Begegnung mit ihnen vom Zufall abhängt und weil sie in einer Beziehung zu ihnen doch oft nach eigenem Gutdünken oder Wünschen zurecht gemacht werden.

    • Ist Kant keine „historische Figur“?
      Ich habe einen guten Freund, der spricht über Jesus auch in der Art und Weise wie du. Interessant ist dabei, dass er, wie er mir erzählte, zu ihm betet, wenn es ihm dreckig geht.
      Ich habe nichts dagegen, dass du unter Mystik etwas anderes verstehst als ich.

  • Das eine ist der Geist der Aufklärung, das andere Glauben. Ich lese zur Zeit ˋDie Religion der Bergpredigt´ von K.O. Schmidt. Er schreibt:
    „Erstens lehrt die Bergpredigt uns zu erkennen, dass Gott nicht außer uns, sondern in uns ist, dass er sich nicht einige Male in der Vergangenheit offenbarte und dann nie wieder, sondern dass er sich immer, überall, zu allen Zeiten und in jedem Menschen offenbart.“ „Zweitens lehrt sie uns erkennen, dass der Gott in uns nicht der rachsüchtige Gott des alten Testaments ist, sondern der Geist der Liebe..“ und … „Achtens lehrt uns die Bergpredigt, Gott nicht nur in uns, sondern in jedem Menschenbruder zu erkennen und uns unserer inneren Bruderschaft und Einheit mit allen Wesen bewußt zu werden.“

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