Autor: Roland Klein (Seite 15 von 22)
Lesejahr B
Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung,(Jes 61, 1)
Prophetisches Reden übersetzt das Unübersetzbare. Propheten sind Grenzgänger und leben, zumindest zeitweise, im Lichtstrahl des göttlichen Geistes. Weiterlesen
Lesejahr B
„Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.“(Jes 40,1)
Mitten in der Bedrängnis gibt es Momente des Trostes. Es mag eine Begegnung sein, ein Wort, ein Satz, eine Melodie oder ein Bild. Alles, was im Herzen, wenn auch nur für einen kurzen Moment, tröstet, ist ein Fingerzeig für Schritte aus dem „Toben und Donnern“ und aus der Angst. Weiterlesen
Das Unannehmbare nimmt mich an und gibt mir, wonach ich mich sehnte, das ich aber immer anders und anderswo suchte.
P. Johannes Kopp
„… auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen…“ (Lk 21, 25-26)
Der Heilsweg beginnt mit dem Unheil. Die biblischen Texte des ersten Adventssonntages (Lesejahr C) sehen das Leidvolle als gegeben an und, im Hinblick auf das weihnachtliche Heilserleben, als Vorbedingung für den Neuanfang. Weiterlesen
Gott ist freier und unbändiger Geist
So frei
daß er im Menschen
sich selbst losläßt
So unbändig
daß mit dieser Erkenntnis
nichts Gewinnendes
erstrebt werden kann
R.K. 1996
Das Christentum oder eine bestimmte Religion kann nicht mit dem Reich Gottes identifiziert werden. Der in Jesus Christus offenbarte Geist Gottes reißt die Mauern nieder, die wir Menschen im Namen von Religion und Kultur, Nation und ethnischer Zugehörigkeit errichtet haben. Weiterlesen
Ich kam allein heraus auf meinem Weg zum Stelldichein. Doch wer folgt mir da in stiller Finsternis?
Ich weiche aus, um seine Gegenwart zu meiden, doch kann ich ihm nicht entkommen.
Mit seinem Prahlen wirbelt er den Staub der Erde auf; er fügt jedem Wort, das ich sage, seine laute Stimme hinzu.
Er ist mein kleines Ich, mein Herr, der keine Scham kennt; ich aber schäme mich, mit diesem Gefährten an deine Tür zu kommen.
Rabindranadth Tagore, aus dem Gitanjali
Oder: In Christus kommt alles zusammen
Das griechische Wort für Teufel ist dia-bolos; der gegenteilige Begriff ist sym-bolon.
Sym-ballein heißt zusammenwerfen, zusammenfügen, der Diabolos ist der Zerwerfer, der Auseinandertreiber. Weiterlesen
Als ich an
Dich
mein Herz verlor,
verlor ich auch
meinen Verstand.
Ich fühlte mich
unendlich frei
und doch zutiefst gebunden.
Ich fühlte mich
endlich verloren
und hatte satt gewonnen.
Ich schwebte über der Erde
und stand doch mit beiden Füßen auf dem Boden.
In mir spielte eine Melodie,
und doch spürte ich eine tiefe Ruhe.
Ich hatte mich verloren,
und fand mich wieder
in Dir.
Immanuel Jacobs
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