Kontemplation ist einesteils eine Form der nichtgegenständlichen Meditation, die als Teil des christlich-mystischen Weges zur „Gottesschau“ führen kann. Weiterlesen
Kategorie: Reflexionen (Seite 8 von 8)
Eigene Texte des Bloggers
Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Joh 3,3
Für diesen Jesus geht es anscheinend nicht darum, dass der Mensch an ein theologisches Lehrgebäude und die dieses vertretende Autoritäten glauben soll. Weiterlesen
Wenn ein kleines Kind laufen lernt, wird es, bevor ihm eine gewisse Stabilität gegeben wird, oft hinfallen. Das Hinfallen ist notwendig, denn es lernt mit jedem Fehlversuch ein wenig mehr, seine Koordination zum Gehen hin zu verfeinern. Weiterlesen
Auf unserem Lebensweg können wir an einen Punkt gelangen, an dem wir erkennen, dass wir dem, was wir ersehnen, durch unser Tun keinen Schritt näher kommen. Weiterlesen
Wenn wir uns auf den Weg ins Innere des Lebens, zur Quelle bzw. zu Gott machen, werden wir immer auf Widerstände treffen. Sie verhindern – scheinbar – unser Weiterkommen auf diesem Weg. Weiterlesen
Woraus lebe ich? Woher kommt mir Kraft zu? Was belebt mich?
Wer diese Fragen stellt gräbt tiefer. Weiterlesen
Wenn wir verzweifelt sind und nicht mehr weiter wissen, woran können wir uns noch halten? Was gibt uns Orientierung, wenn vieles oder vielleicht sogar alles, was vorher dem Leben Richtung und Ziel geben konnte, wegbricht? Weiterlesen
Nach einer bedeutenden Verlusterfahrung, bzw. wenn etwas Belebendes, Liebendes oder Geliebtes nicht oder nicht mehr in Beziehung zum konkreten Leben eines Menschen steht, entwickelt sich meist eine Krise. Weiterlesen
Was unter physikalischen Gesichtspunkten Anziehungskraft genannt wird ist in der Mystik die Sehnsucht. Sie ist Urbeweger und bringt Menschen dazu, auf die Suche zu gehen. Irgendetwas fehlt, aber es erschließt sich oft zunächst nicht, was. Die Zeit scheint noch nicht gekommen zu sein, mit der sie sich erkennbar öffnet. Oder das, was sie ansteuert, liegt so weit außerhalb des „normalerweise“ menschlich Erstrebten, dass sie noch nicht wahrgenommen werden kann oder will.
Die in der Mystik beschriebene Sehnsucht bezieht sich immer auf das Ungeschaffene und letztlich Unverfügbare. Insofern ist sie an die Tiefendimension des Lebens angekoppelt und nur auf wunderbare Weise – aber eigentlich nie vollständig – erfüllbar. Bezieht sich unser Wollen auf das Geschaffene und Verfügbare so hat dies nichts mit Sehnsucht zu tun, sondern mit Begehren, Begierde oder Leidenschaften.
Das grundsätzliche Problem bei der Sehnsucht ist, dass sie zudem kaum wahrnehmbar ist, wenn wir auf einem oder mehreren Trips sind. Dazu gehören, abgesehen von den stofflichen Süchten, z.B. Geltungssucht, Konsumsucht, Kontrollsucht, Eifersucht usw.. Solange unsere Trips noch einen „Gewinn“ abwerfen, wird die Sehnsucht, wenn sie überhaupt empfunden wird, eher als störend eingestuft. Oft kann sie in den eben beschriebenen Fällen erst mit einem bedeutenden Verlusterlebnis ins Bewusstsein kommen.
Neueste Kommentare